Ethische Grundsätze in der Kinesiologie

Das International Kinesiology College (ITC), die weltweite Dachorganisation für Kinesiologieschulen und –fachrichtungen, formulierte 1995 die ethischen Grundsätze, die der professionellen Arbeit im Bereich der Kinesiologie zugrunde liegen.
Diesen Grundsätzen fühle ich mich verpflichtet.

    Die Kinesiologin/der Kinesiologe
  • benutzt das pädagogische Modell, d.h. das, was in der Person vorhanden ist, wird unterstützt
  • stellt keine Diagnose im medizinischen Sinne, verschreibt nichts und behandelt nicht, es sei denn, es ist entsprechende Befugnis vorhanden
  • geht vom Denkmodell der sich regulierenden Lebensenergie aus
  • sieht sich als Begleiter, der den Klienten unterstützt
  • ermöglicht bewusste Teilnahme und Entfaltung der Person
  • erreicht den erforderlichen Ausbildungsstand und verpflichtet sich zur Selbsterfahrung und Weiterbildung
  • ist professionell im Umgang mit Klienten und Kollegen
  • respektiert Vertraulichkeit
  • respektiert ihre/seine Grenzen und Möglichkeiten
  • respektiert die Menschenrechte
  • ist nicht auf die Pathologie, sondern auf das Potential fokussiert
  • wertschätzt Qualität
  • respektiert die Wahl des Klienten
  • erkennt an, dass der Muskeltest eine Aussage ist, die Denken und Fühlen nicht ersetzt
  • erkennt an, dass der Muskeltest keine Entscheidung ist, sondern eine Grundlage für eine Entscheidung darstellt
  • erkennt an, dass die Verantwortlichkeit vor, während und nach einer Balance beim Klienten liegt
  • lädt auf den Klienten weder Schuld noch Vorwurf ab
  • geht davon aus, dass die Energie der Person balanciert wird und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden